Der denkmalgeschütze Garten

Mit seinen heute rund 400 qm hat der Garten nur noch etwa zehn Prozent seiner ursprünglichen Größe.

Er wurde 1994 ebenfalls unter Denkmalschutz gestellt. Aber wie hat ein Garten zum Ende des 18. Jahrhunderts ausgesehen? Es ist zu vermuten, dass er sowohl Elemente des barocken und des englischen Landschaftsgartens enthält. Kein Lust- und Flaniergarten sondern ein Haus- und Familiengarten. Mit einem Zentralgebäude, ausgerichtet auf die Ruhr und das Ruhrufer (Sichtachse). Aus der „Belle Etage“ genießt man beim „Schälgen Thee oder Kaffee“ (einer Portion Tee oder Kaffee) den herrlichen Blick auf die Landschaft und das Ruhrtal sowie die vorbeifahrenden Ruhraaken. 

Der Garten dient neben der Erholung und Entspannung dem Anbau von Obst und Gemüse. Dicke Bohnen, Sommerkappes (Weißkohl) und später wohl auch die Kartoffel, die zu dieser Zeit Einzug ins Werdener Land hält, werden angebaut.

Pläne oder Dokumte gibt es leider nicht mehr. Aber wie hat der Garten wohl ausgesehen? Aus Beschreibungen der Familie können wir uns folgende Situation vorstellen: Von Blumenkübeln gesäumte Wege, Streuobstwiesen und kleine Beete mit Blumen bzw. Beerensträuchern. Eine Idylle in einer sich permanent verändernden Welt aus den Einflüssen der französischen Revolution. Auch ein Rückzugsort für die Familie Dingerkus und ihre Freunde in Werden an der Ruhr.

Ursprüglich hatte der " Obsthof" vor den Toren der Stadt eine Größe von rd. 4.000 m²; heute sind noch rd. 400 m² erhalten. Der Freundeskreis hat sich vorgenommen, Elemente des alten Gartens wieder aufzunehmen. Die erste Ernte von Dicke Bohnen im Sommer 2011  war erfolgreich.